Das Fachgebiet ist die Suchachse und zugleich das Risiko des Kunden. Wer zeigt, in welchen Bereichen er wirklich arbeitet und mit welchen Referenzen, wird von Einkäufern gefunden, die genau dort Angst vor Fehlern haben.
Normen und Prozesse sind hier Verkaufsargumente: Vier-Augen-Prinzip, Terminologiedatenbank, Übersetzungsspeicher, muttersprachliche Fachübersetzer. Das klingt trocken und ist genau das, was den Auftrag entscheidet.
Die Preisfrage lässt sich strukturieren: pro Wort, pro Normzeile, Zuschläge für Eilaufträge, Rabatt bei Wiederholungen. Wer das erklärt, bekommt Anfragen mit Dateien statt Anfragen nach dem Preis.
Was übersetzt wird, ist oft vertraulich: ein ungezeichneter Vertrag, eine Patentschrift, Prüfberichte. Wo die Dateien liegen, wer sie sieht, ob Geheimhaltungsvereinbarungen unterschrieben werden und ob maschinell vorübersetzt wird, gehört auf die Seite. Für Rechts- und Entwicklungsabteilungen ist das die eigentliche Auswahlfrage.
Das Format entscheidet über den Aufwand. InDesign-Dateien, CAD-Zeichnungen mit Text in der Grafik, XML aus dem Redaktionssystem, Oberflächentexte einer Software: Wer sagt, was er direkt verarbeitet und wer das Layout hinterher wiederherstellt, hebt sich von jedem Anbieter ab, der nur Word annimmt.
Beglaubigte Übersetzungen sind ein eigenes Produkt mit eigenen Fragen: Wer darf beglaubigen, wird ein Papierexemplar verschickt, was bedeutet die Apostille, wie lange braucht der Postweg. Eine eigene Seite dafür fängt Anfragen, die sonst zwischen Behörde und Notariat hängen bleiben.