Die Frist ist das gefährlichste Objekt der Kanzlei. Ein Widerspruch mit vier Wochen Laufzeit gehört in ein System, das erinnert, und nicht in einen Kopf, der Urlaub macht.
Die Akte hat mehr Beteiligte als der Mandant. Ehepartner, Kinder, Arbeitgeber und Behörde gehören verknüpft, sonst wird dieselbe Unterlage viermal angefordert.
Die Dokumente kommen als Foto per Messenger. Ein Eingang, der ein Handyfoto benennt, umbenennt und der richtigen Akte zuordnet, spart mehr Zeit als jede Vorlage.
Die Übersetzung und die Beglaubigung sind eigene Vorgänge mit eigenen Kosten. Wer sie nicht als Position führt, verschenkt sie oder rechnet sie doppelt ab.
Der Behördentermin ist knapp und wird lange im Voraus vergeben. Steht er in derselben Akte wie die Frist, sieht man sofort, welcher Antrag ohne Termin verfällt.
Die Abrechnung folgt hier selten der Stunde. Pauschale je Verfahrensart, Vorschuss und Ratenzahlung sind die Regel, und ein System ohne Ratenplan erzeugt Nachfassarbeit.