Der Auslöser ist keine Überzeugung, sondern ein Datum und eine mögliche Abmahnung. Wer schreibt, wen das Gesetz betrifft, wer ausgenommen ist und was ein Verstoß kostet, bekommt Anfragen von Geschäftsführungen.
Der Prüfbericht ist das Produkt. Eine Seite, die zeigt, wie geprüft wird — automatisiert und manuell, mit Screenreader —, und was im Bericht steht, verkauft mehr als jede Erklärung von Kontrastwerten.
Nachrüsten und neu bauen sind zwei Aufträge mit zwei Preisen. Getrennt beschrieben, findet jeder seinen Weg; zusammengelegt klingt beides nach einer unklaren Summe.
Der Selbsttest ist der beste Einstieg. Wer die eigene Seite prüfen lässt, entdeckt fast immer Fehler und hat danach ein Problem mit Namen. Ein Test mit sofortigem Ergebnis wird gesucht, geteilt und verlinkt — und er wandelt spät, aber verlässlich.
Die Overlay-Frage bringt enttäuschte Kundschaft. Wer ein Widget gekauft hat und danach hört, dass es nicht reicht, sucht eine zweite Meinung. Ein ehrlicher Text darüber, was so ein Werkzeug kann und was nicht, holt genau diese Anfragen.
Öffentliche Stellen suchen in Vergabesprache. Barrierefreiheitserklärung, Konformitätsbericht, Prüfnachweis: Das sind die Wörter aus der Ausschreibung und nicht aus dem Marketing, und wer sie schreibt, wird von einer ganz anderen Käuferschicht gefunden.
Barrierefreiheit endet nicht mit dem Bericht. Redaktionsschulung, eine Erklärung, die aktuell bleiben muss, und die Nachprüfung nach dem nächsten Relaunch: Wer diesen Teil beschreibt, verkauft eine Begleitung statt eines einmaligen Audits.