Der Minutenpreis ist nur der Anfang der Rechnung. Eine Sprache mehr, ein Sprecher statt zwei, Lieferung in achtundvierzig Stunden, ein Master statt einer Untertiteldatei: Wer diese Aufschläge offen auflistet, bekommt Anfragen, die schon mit dem richtigen Budget rechnen.
Barrierefreiheit ist hier nicht Haltung, sondern Pflicht. Untertitel für Hörgeschädigte, Audiodeskription, Vorgaben für Sender und öffentliche Stellen: Wer die Regeln benennt, die für seine Kundschaft gelten, wird von Leuten gefunden, die eine Auflage erfüllen müssen.
Das Lieferformat entscheidet über Stunden. Eingebrannt oder als separate Datei, welche Dateiendung, welche Zeichenzahl pro Zeile, welcher Zeitcode-Standard, wer die Endkontrolle am Master macht: Diese Angaben trennen einen Dienstleister von einem Freundschaftsdienst.
Zur Stimme gehört eine klare Position. Synchron, Voice-over oder synthetische Stimme, wie besetzt wird, ob im Studio oder aus dem Heimstudio aufgenommen wird und was mit den Stimmrechten geschieht: Wer das offen schreibt, gewinnt Kunden, die genau davor Angst haben.