Der Anfragende ist Architekt, Planer oder Bauherr und filtert nach Nachweisen: Schweißzertifizierung, Ausführungsklasse, CE-Kennzeichnung, Eigenüberwachung. Ohne diese Angaben landen Sie nicht auf der Auswahlliste.
Kapazität und Termin sind die zweite Hürde. Wer sagt, welche Bauteilgrößen er fertigt, welche Krankapazität er hat und wie die Vorlaufzeiten aussehen, bekommt Anfragen, die tatsächlich passen.
Referenzen nach Bauart überzeugen mehr als eine Bildergalerie: Hallen, Vordächer, Treppen und Geländer, Industriebühnen, Anbauten. Jede Bauart hat andere Auftraggeber und wird einzeln gesucht.
Transport und Baustellenzugang kippen mehr Projekte als der Preis pro Tonne. Welche Bauteillängen noch als normale Ladung fahren und ab wann eine Genehmigung nötig wird, wie lange die dauert, ob nachts gefahren werden muss und ob vor Ort ein Kran mit ausreichender Reichweite steht. Wer diese Fragen im Angebot beantwortet, hat den Termin, den der Mitbewerber später reißt.
Die Papiere bei der Übergabe sind kein Nachtrag, sondern Teil der Leistung. Leistungserklärung, Kennzeichnung nach der einschlägigen Norm, Schweißnachweise, Werkszeugnisse für das eingesetzte Material und Bestandszeichnungen nach Montage. Ein Planer, der weiß, dass er diese Mappe bekommt, ohne dreimal nachzufragen, vergibt den nächsten Auftrag ohne Ausschreibung.
Was passiert, wenn sich das Projekt mitten in der Fertigung ändert, gehört vorher geklärt. Ab welchem Punkt eine Änderung nicht mehr kostenlos ist — bei der Freigabe der Werkstattzeichnung, beim Zuschnitt, nach dem Verzinken —, wie ein Nachtrag aussieht und wie er sich auf den Termin auswirkt. Diese drei Sätze verhindern die Diskussion, die sonst am Ende jedes zweiten Auftrags steht.