Der Preis entsteht aus einer Formel, nicht aus einer Liste. Fläche, Glasart, Kantenbearbeitung und Bohrungen ergeben eine Zahl, und wer sie im Kopf ausrechnet, rechnet früher oder später falsch.
Der Verschnitt gehört in die Kalkulation, nicht ins Bauchgefühl. Eine Tafel, aus der drei Zuschnitte kommen, hinterlässt Reste, und ohne diesen Posten sieht jeder Auftrag rentabler aus, als er ist.
Das Aufmaß beim Kunden ist der kritische Moment. Zentimeter, Foto und Bemerkung müssen auf demselben Zettel landen wie die spätere Bestellung, sonst wird die falsche Scheibe geliefert.
Der Bruch bei Transport und Montage ist unvermeidlich. Erfasst man ihn je Auftrag, sieht man nach einem Quartal, ob es am Gestell liegt, an der Route oder an einem Monteur.
Die Bestellung beim Lieferanten hängt an Lieferzeiten von Wochen. Ein Termin, den man dem Kunden nennt, muss aus dem Liefertermin des Glases stammen und nicht aus Optimismus.
Der Notdienst braucht eine eigene Abrechnung. Anfahrt, Nachtzuschlag und Notverglasung sind Posten, die auf die Rechnung gehören, bevor die endgültige Scheibe überhaupt bestellt ist.