Die Erstanfrage ist der empfindlichste Moment: Der Mandant schreibt unter Druck und schreibt meist mehrere Kanzleien an. Wer als Erster antwortet, bekommt das Mandat — nicht wer am besten antwortet, sondern wer zuerst.
Mandatsanbahnung ist ein Prozess mit Stationen: Anfrage, Erstgespräch, Vollmacht, Unterlagen. Ohne festen Ablauf hängt jede Station an einem Gedächtnis; mit festem Ablauf sieht man auf einen Blick, wer worauf wartet.
Alles an einem Ort heißt hier auch: Notizen, Wiedervorlagen und Korrespondenz zum selben Vorgang, statt verteilt auf Postfach, Kalender und Zettel. Bei mehreren Anwälten in der Kanzlei ist das der Unterschied zwischen Übergabe und Suchen.