Der Auftraggeber steckt zwischen Behörde und Baustelle. Eine Seite, die erklärt, was genehmigungspflichtig ist und wie ein Antrag abläuft, wird gelesen, gespeichert und weitergegeben — auch von Architekten.
Je Bauteil eine Seite: Fenster, Putz, Naturstein, Holzbalken, Stuck. Das ist die Sprache der Suche und zugleich die Sprache der Denkmalbehörde, was hier praktischerweise dasselbe ist.
Förderung und Steuervorteile entscheiden viele Projekte. Wer die Programme beim Namen nennt und schreibt, was sie voraussetzen, bekommt Anfragen von Eigentümern, die sonst nie angefangen hätten.
Fachleute suchen in der Sprache des Leistungsverzeichnisses. Wer «Kalkputz», «Steinvorsatz», «Bleiverglasung» oder «Fugensanierung im Bestand» so schreibt, wie es in der Ausschreibung steht, wird von Architektinnen und Denkmalämtern gefunden — nicht von Privatleuten, aber von denen, die Aufträge vergeben.
Der Schadensfall wird anders gesucht als das Projekt. Sturmschaden am Kirchendach, Wassereintritt im Gewölbe, ein herausgebrochener Sandstein: Diese Suchen sind dringend und finden heute niemanden. Eine Seite pro Notfall, mit Erreichbarkeit und Erstsicherung, holt Aufträge, um die niemand konkurriert.
Gesucht wird oft mit dem Namen des Bauwerks. «Restaurierung St. Nikolai», «Fassade Rathaus», dazu Kreis und Bundesland. Wer die eigenen Referenzen mit Objektnamen und Ort benennt, statt sie «Projekt 12» zu nennen, taucht genau in diesen Suchen auf.
Ein großer Teil dieser Arbeit läuft über Vergabeverfahren. Präqualifikation, Eignungsnachweise, Referenzen nach Vorschrift: Eine Seite, die zeigt, dass Sie ausschreibungsfähig sind, wird von Vergabestellen und Planern gelesen — und die suchen mit ganz anderen Wörtern als ein Hausbesitzer.